Weltreise

Action und Genuss im nördlichen Namibia

27.02. – 19.03.2019

Gestern gegen Abend hat sich das Camp 5, der grösste Campsite im Oppi-Koppi, gefüllt – Frank, Angela und Manitu (der grosse Dreiachser-CAT von Frank) sind zu uns gestossen und somit ist das Team für das nächste Abenteuer komplett.

Detlef hat schon jahrelange Erfahrung im Offroadfahren mit LKWs und so hat er für uns eine Strecke ausgesucht, welche er schon gefahren ist, jedoch nur mit einem kleineren Fahrzeug – hätten wir geahnt, was da auf uns zukommt, ich weiss nicht, ob wir mitgefahren wären …

Zuerst aber wird in Kamanjab noch eingekauft und Oryx- und Kudufilets verschwinden im Tiefkühlfach. Wir freuen uns jetzt schon darauf, diese zart gebraten zu verspeisen. Danach geht es über breite, gut ausgebaute Gravelpads (so werden in Namibia die unbefestigten Strassen genannt) zum Brandberg, einem riesigen Granitblock inmitten einer abwechslungsreichen Wüstenlandschaft. Berühmt ist der Brandberg vor allem auch wegen der prähistorischen Felsmalereien, welche hier zahlreich zu bestaunen sind. Am bekanntesten ist wohl die sogenannte «White Lady», eine weisse, 40 cm grosse Felsmalerei, welche nach der Entdeckung fälschlicherweise als Darstellung einer Frau gedeutet wurde. Inzwischen sind sich die Spezialisten einig, dass es sich um die Darstellung eines Kriegers oder Jägers handelt – der «falsche» Name ist jedoch geblieben.

Auf dem riesigen Campsite der «White Lady Lodge» am Fuss des Brandberges machen wir es uns schon kurz nach dem Mittag bequem. Von hier aus soll morgen das «Abenteuer Ugab» starten, eine Fahrt durch das ausgetrocknete Flussbett des Ugab-Rivers. Hier sollen die seltenen Wüstenelefanten und auch Löwen leben – wir sind gespannt, ob wir welche zu Gesicht bekommen! Wenn nicht überlege ich mir, ob ich vom «Reiseleiter» Detlef eine Entschädigung verlangen kann – ich habe ja das Gratis-Abenteuerpacket «all inclusive» gebucht 😉. Um es vorweg zu nehmen: Elefanten haben wir keine gesehen, jedoch viele Spuren welche darauf hindeuten, dass sie kürzlich hier gewesen sind – und wir entdecken einen Löwen 😊! Über mangelnde Action und zu wenig Abenteuer können wir uns aber definitiv nicht beklagen …

Erst jedoch geniessen wir noch den schönen Abend am Lagerfeuer unter dem unvergleichlichen südlichen Sternenhimmel. Die fröhliche, jedoch nicht kostenlose Einlage mit Tanz und Gesang einiger naher Bewohner rundet diesen gelungenen Abend ab … ich bin immer wieder fasziniert davon, wie harmonisch die vielstimmig vorgetragenen Lieder tönen und wie rhythmisch die Bewegungen der Afrikaner sind 😊 …

Fast habe ich es vergessen: heute hat unser Sohn Martin die LKW-Prüfung bestanden 😊 – wir gratulieren!

Früh sind wir dann am Donnerstag schon unterwegs – ein langer und harter Tag steht uns und unseren Fahrzeugen bevor! Die befahrene Strecke von der «White Lady Lodge» bis zum verlassenen «Rhino Camp» nahe der Brandberg West Mine ist zwar nur 75 km lang – dafür haben wir jedoch achteinhalb Stunden gebraucht! Selber schuld – auf maps.me ist die Strecke als «serious offroad» bezeichnet, was immer das auch heissen soll! Zuerst jedoch geht es einfach und gemütlich entlang der zum Teil tiefsandigen Piste durch das breite Flussbett. Doch schon bald wird es enger und dann noch enger – die Dornen der Akazien und die Äste der übrigen Bäume hinterlassen ihre hässlichen Spuren an den Flanken unserer Fahrzeuge ☹. Hier heisst es dann jeweils «Ohren zu und durch». Ein anderer Teil der Strecke führt durch sumpfiges Gebiet, hier verschwinden die Fahrzeuge fast im hohen Schilf – na ja, sie sind ja auch nicht einmal ganze vier Meter hoch 😉!

Der Flusslauf hat aber noch weitere Überraschungen für uns auf Lager – so sind einige Stellen zu befahren, bei denen der CAT und auch MANni bedenklich in Schieflage geraten … An einer dieser Stellen filmen wir den CAT mit der GoPro von hinten, wobei mir fast das Herz stehen bleibt und ich mir nicht sicher bin, ob wir nicht besser umdrehen sollen … nun wissen wir, dass extreme Schräglagen, knapp vor dem Umfallen, nicht nur mit dem Motorrad möglich sind 😉 (eigentlich wissen wir das ja schon seit dem Kongo, aber wenn es sich um einen Abenteuergefährten handelt, ist es noch unangenehmer!) …

Ein anderes Mal versperren uns umgefallene Bäume die Piste – wenden ist an der schmalen und sich in einem Graben befindlichen Stelle kaum möglich. Also heisst es, einige zehn Meter zurücksetzen bis rechts der Hang nicht mehr so hoch und steil ist … hier kommt der CAT so richtig zum Einsatz und zeigt, was er kann. Anscheinend ohne grössere Mühe bewegt sich das dreiachsige Ungetüm den Hang hinauf und bahnt sich den Weg durch die Büsche, bis es schon bald auf eine wieder befahrbare Piste trifft. Nun sind die beiden MAN dran – diese brauchen beide zwei Anläufe, bis sie den nicht sehr hohen Hang erklommen haben, was aber angesichts des weichen, pudrigen und schon aufgewühlten Untergrunds auch kein Wunder ist! Erleichtert darüber, nicht umdrehen und die hinter uns liegenden kritischen Stellen nochmals befahren zu müssen, geht es weiter – hoffentlich nun wieder ruhiger und gemütlicher, noch mehr Nervenkitzel ist, wenigstens bei mir, nicht gefragt 😉!

Emotional erschöpft und müde, jedoch erleichtert, dieses Abenteuer nur mit unzähligen neuen Kratzern im Lack überstanden zu haben, erreichen wir am späten Nachmittag das schön gelegene, verlassene «Rhino Camp». Armin hat in allen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt (was ich von mir nicht unbedingt behaupten kann 😉) und er hat uns alle drei sicher und souverän bis hierhin gebracht – bravo und vielen Dank 😊!

An diesem Abend kann uns weder der überwältigende Sternenhimmel noch das gemütliche Lagerfeuer für lange halten … Ich weiss wirklich nicht, welcher Teufel uns manchmal reitet, dass wir immer wieder solche grenzwertigen Aktionen mitmachen … wir möchten doch mit MANni noch so manches Land und weitere Kontinente bereisen und ihn nicht frühzeitig zum Alteisen geben müssen 😉 …

Angesichts der Tatsache, dass es vom «Rhino Camp» bis zur Mündung des Ugab in den Atlantik nochmals etwa 70 km sind und auch Detlef diese Strecke nicht kennt, es genau genommen hier nicht einmal eine Piste gibt, entscheiden wir uns dafür, hier das Flussabenteuer abzubrechen und über die Brandberg West Mine und die Verbindungsstrasse zum Messum Crater weiterzufahren. Belohnt werden wir unterwegs mit einer weiten, rotbraunen Wüstenlandschaft, in der wir, wie schon in Angola, der eigenartigen und nur in der Namibwüste vorkommenden Pflanze Welwitschia begegnen. Der Messum Crater hat einen grossen Durchmesser und ist nicht durchgehend von einem Kraterrand umgeben, so dass wir erst in seiner Mitte erkennen, dass wir uns ja schon lang darin befinden … und hier, mitten in dieser unglaublich schönen Kraterlandschaft, stellen wir das Dreiergespann auf einen kleinen, windigen Bergsattel und geniessen noch lange die berauschende Aussicht und den von Lichtverschmutzung verschonten Blick zum Firmament …

Wellblech – es tut richtig weh, MANni trotz des massiv gesenkten Reifendrucks darunter leiden zu hören. Es führt aber kein Weg zur Küste daran vorbei und so quälen wir ihn (und uns) wohl oder übel möglichst material- und nervenschonend darüber, bis wir die wunderbare, teerähnliche Salzstrasse entlang des Meeres in Richtung Swakopmund erreichen. Was für eine Erleichterung, jetzt wieder mit normalem Reifendruck schweben wir nur so dahin 😊!

Die alte Kolonialstadt Swakopmund lässt uns schon fast daran glauben, im Deutschland des beginnenden 20. Jahrhunderts gelandet zu sein … gut erhaltene und restaurierte Kolonialbauten wohin man sieht, Strassenschilder mit Namen wie «Kaiser-Wilhelm-Avenue», «Am Zoll» oder auch «Leutwein Strasse» und «Bismarck Strasse», das Café Anton, wo die schwarze Angestellte hinter der Tortentheke in einwandfreiem Deutsch fragt, ob das ausgewählte Stück Schwarzwäldertorte hier gegessen oder mitgenommen werden will …

Wir geniessen die ruhigen Tage hier und können beim gemütlichen Bummel durch die Strassen auch das eine oder andere Andenken oder Geschenk erwerben 😊. Hier in Swakopmund heisst es aber auch wieder einmal Abschied nehmen! Chris, Detlef, Frank und Angela möchten noch eine weitere abenteuerliche Strecke fahren, bevor die beiden letzteren nach Hause fliegen, wir haben vor, in Richtung Windhoek weiterzuziehen, um eine Einstellmöglichkeit für MANni zu organisieren. Es ist schön, dass wir uns getroffen haben und wir haben die Zeit mit euch sehr genossen! Vielen Dank und vielleicht bis irgendwann, irgendwo … es würde uns riesig freuen!

An guter Gesellschaft mangelt es hier auf dem Camping des «Alte Brücke Resort», wo jeder Platz über einen eigenen Sanitärblock, eigene Grillstelle und Sitzplatz verfügt (!), nicht – schon kurz, nachdem wir MANni hingestellt haben, werden wir auf Schweizerdeutsch angesprochen 😊 – schön, wir haben den heimischen Klang nicht mehr vernommen, seit wir uns in Benin von Matthias verabschiedet haben … Und so ergibt es sich, dass wir mit Rosie, René, Therese und Franz noch lange gemütlich plaudernd und schon bald fröstelnd dasitzen (es hat auch nur noch ca. 25 Grad – nun verstehe ich, warum sich die Afrikaner eine Pudelmütze über die Ohren ziehen, sobald das Thermometer unter die 30-Gradmarke fällt 😉).

Schlussendlich verbringen wir ganze 4 Tage hier auf diesem Luxusplatz, bevor wir MANni wieder die Sporen geben und in Richtung Windhoek aufbrechen. Der Küstenstreifen zählt noch zur Namibwüste und so ist die Landschaft hier grundsätzlich flach, jedoch nicht langweilig. Immer wieder erheben sich goldgelbe Dünen oder verwitterte Granitfelsen aus der Ebene, an die Trockenheit angepasste Pflanzen lockern das ansonsten eintönige weiss-grau des Bodens auf. Schnurgerade verläuft die Piste bis zum Horizont, wo in der Ferne schon bald die Hügel und Berge das zentrale Hochland ankündigen. Drei Routen gibt es von Swakopmund nach Windhoek – die etwas nördlich führende, gut ausgebaute Schnellstrasse B2, die südlich verlaufende Piste C14 über den Spreetshoogte-Pass und die kürzeste, mittlere Route über die C28, welche mit unglaublichen 20% Steigung zum Bosua-Pass an der Randstufe zum Hochland hinaufführt. Wir haben uns für die kürzeste Route entschieden und wissen denn auch schon bald, warum vor dem Pass ein Verbotsschild für LKW den Pistenrand ziert … nur in den kleinsten Gängen (ohne Untersetzung) vermag MANni die steilsten Passagen hochzukriechen …

An diesem Abend geniessen wir endlich wieder einmal ein Wildcamp und getrauen uns sogar, trotz des trockenen Grases, in einer aus Steinen gebauten, hohen Grillstelle ein Feuer zu entfachen und die aufgetauten Oryxfilets auf der Glut des hier überall herumliegenden Holzes zart rosa zu braten …

Ganz in der Nähe unseres Platzes auf einem kleinen Hügel neben der Piste entdeckt Armin ein im Schatten liegendes Kudujunges, welches uns irgendwie komisch vorkommt – auch als wir uns auf wenige Meter nähern, hebt es den Kopf kaum vom Boden, zeigt keinerlei Anstalten zu fliehen und bleibt einfach liegen. Wir haben nicht den Eindruck, dass es krank oder verwundet ist und befürchten, dass es bei der herrschenden Hitze und Trockenheit vielleicht einfach zu schwach ist, um mit der Mutter mitzuhalten und weiterzuziehen. Wir stellen ihm eine Schüssel mit Wasser hin und als es dies nicht beachtet, spritze ich ihm etwas Wasser auf die Nase … keine Reaktion, kein Auflecken der Flüssigkeit, es sieht mich nur mit seinen grossen Augen an – wir befürchten, dass es die Nacht nicht überleben wird und gehen an diesem Abend traurig und nachdenklich ins Bett …

Am nächsten Morgen geht Armin als ersten nachschauen, ob das Kudu noch hier ist und ob es noch lebt – er kommt mit der Nachricht zurück, dass es fort ist! Es ist spurlos verschwunden und wir sind erleichtert darüber, dass es sich während der Nacht offensichtlich wieder soweit erholt hat, dass es aufstehen und weiterziehen konnte – denn wir sehen zum Glück keine der schon befürchteten Spuren eines nächtlichen Fressgelages 😉 …

Im Verlauf des Vormittages erreichen wir die beschauliche und übersichtliche Hauptstadt von Namibia und schon kurz vor Mittag heben wir einen sicheren Stellplatz für MANni angeschaut und auch gleich reserviert 😊. Nachdem wir wieder für genügend feste und flüssige Vorräte gesorgt sowie dem vielgepriesenen, dann aber vom Sortiment her etwas enttäuschenden Campingshop einen Besuch abgestattet haben, machen wir der «Elisenheim Guestfarm» unsere Aufwartung. Hier werden wir am Abend ganz selbstverständlich an den grossen Tisch der deutschsprachigen Donnerstags-Stammgäste eingeladen und sorgen mit unserer Transafrikafahrt für das Gesprächsthema des Abends …

Am Freitag bekommt MANni Gesellschaft – Sabine und Bodo, welche wir schon auf dem Tiger-Reef Camping in Swakopmund kennengelernt haben, trudeln mit ihrem Mercedes-LKW ein und so haben wir auch heute Abend nette und dazu noch gleichgesinnte Gesprächspartner 😊.

Armin zieht es weiter, er ist etwas ruhelos nach den gemütlich verbrachten Tagen in Swakopmund 😉 und so verabschieden wir uns herzlich von unseren neuen Bekannten. Nun, da wir wissen, wo wir MANni unterbringen werden, möchten wir noch den Etosha-Nationalpark besuchen und hoffen, dort schöne Tierfotos machen zu können. Auf unserem Weg zur Etosha übernachten wir in einem schönen, leider jedoch mückenverseuchten Camp am Waterberg – das eben erst gewaschene und (da wir seit Dakar selten an mückenreichen Orten gewesen sind, es scheint für diese Plagegeister einfach zu trocken zu sein) verstaute Moskitonetz wird an diesem Abend wieder übers Bett gehängt! Aber das ist es nicht, was ich erzählen will – nach der mit mehr oder weniger erfolgreicher und wenn erfolgreich, dann blutiger Jagd verbrachten Nacht fahren wir entgegen der gestern getroffenen Entscheidung, noch eine Wanderung in dieser schönen Gegend zu machen, früh weiter. Es hat sich gelohnt –  wir sehen doch tatsächlich schon bald zwei Breitmaulnashörner am Pistenrand stehen 😊! Abbremsen, Fotoapparat schussbereit machen, Fenster herunterlassen und gaaaaanz langsam an ihnen vorbeifahren – anzuhalten trauen wir uns nicht, da das Muttertier nicht eben erfreut zu sein scheint über das Zusammentreffen mit diesem komischen, un-identifizierbaren, sich langsam bewegenden Ding und sich schon mal für eine eventuell nötige Verteidigung des Nachwuchses bereit macht … auf eines der im Vorbeifahren gemachten Fotos bin ich dann auch ein ganz wenig stolz 😉.

Wenn wir schon in der Gegend des grössten je gefundenen Meteoriten sind, der Hoba-Meteorit, können wir nicht einfach daran vorbeiziehen – der grosse, fast 60 Tonnen schwere Eisenbrocken ist wirklich imposant. Leider haben zahlreiche Besucher, welche hier auf dem Campinggrund übernachtet haben, hässliche Spuren an den Kanten des Riesen hinterlassen – so wie es aussieht, wird immer wieder versucht, ein Souvenir herauszusägen … Da es hier recht eng ist, gehen wir zum in der Nähe gelegene Farmcamp mit Swimmingpool, welches zum Verweilen und Abkühlen einlädt … und wenn es an einem Platz schön ist (und keine Mücken hat 😉!), die Hängematten und das erfrischende Nass im Pool für ein angenehmes Ambiente sorgen, mann und frau auch noch etwas in und um MANni zu tun finden, lässt es sich gerne noch einen heissen Tag dort aushalten 😉 …

Ja, seit wir die Küste verlassen haben und so aus dem Einflussbereich des kalten und, in Form von Hochnebel, feuchtigkeitsbringenden Benguelastroms sind, ist es wieder trocken und heiss – nicht selten klettert das Thermometer bis nahe an die 40-Gradgrenze! Die in Swakopmund willkommene lange Hose und der am Abend benötigte wärmende Pullover können wieder in der Versenkung verschwinden … Zum Glück kühlt es aber in der Nacht jeweils auf angenehme Temperaturen ab und so bleibt es uns erspart, (wieder) im eigenen Saft zu schmoren … Bei den Gesprächen mit Namibiern ist immer wieder die Rede davon, dass auch dieses Jahr die Regenzeit zwischen Dezember und Februar kein so dringend benötigtes und ersehntes Nass gebracht hat – es ist das siebte Jahr in Folge und die Lage beginnt prekär zu werden …

Auch der nächste Platz ausserhalb des Etosha-Nationalparks verfüget über einen Pool und da wir schon vor dem Mittag dort sind, ist auch klar, wo wir uns am Nachmittag aufhalten …

Mittwoch bis Sonntag verbringen wir in der Etosha und anstatt hier über das dort Gesehene zu schreiben, lassen wir für einmal die Bilder sprechen. Nur so viel sei gesagt: es wird in dieser Salzpfanne wieder einmal heiss, sehr heiss sogar. Die Rekordmarke vom Samstag liegt bei 41 Grad! Und nicht nur die Tiere flüchten in den auch nicht eben kühlen Schatten …

Speziell finden wir, dass bei allen im Park gelegenen Lodges und Camps künstliche Wasserlöcher angelegt sind, welche zudem in der Nacht beleuchtet sind – so kann der Gast (fast) ganz sicher sein, mindestens einmal ein Nashorn und weitere scheue, nachtaktive Tiere zu sichten – wenn er denn zum richtigen Zeitpunkt dort ist. Aber das gilt ja auch tagsüber und bei allen Tierbeobachtungen. Wir haben das Glück und sind einige Male genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort 😊 … und wir finden es sehr speziell und sind stolz darauf, mit unserem eigenen Fahrzeug, mit dem wir von der Schweiz bis hierhin gefahren sind, auf «game drive» gehen zu können 😊!

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Am Sonntag verlassen wir die Etosha beim westlichen Galton Gate und haben somit den Nationalpark von Ost nach West durchquert. Hier müssen wir den sogenannten «Veterinärzaun» passieren – da es nördlich dieser Grenze zu Fällen von übertragbaren Tierseuchen gekommen ist, ist es verboten, von dort Frischfleisch, frische Milch und rohe Eier nach Süden zu transportieren. Die Kontrolle ist aber heute nicht sehr gewissenhaft – als ich auf die Frage nach solchen Produkten verneine, ist die Sache ohne Blick in den Kühlschrank für den Beamten erledigt … anscheinend mache ich einen seriösen Eindruck auf ihn 😉.

Auch sonst erleben wir hier wieder einmal das Afrikanische «hakuna matata» – da die nette Dame an der Rezeption bei unserer Einreise in den Park nur mal zwei Tage verrechnet hat, müssten wir hier eigentlich für die restlichen drei Tage nachzahlen … die Quittung wird wohl kontrolliert und es wird eingetragen, dass wir den Park wieder verlassen – aber offensichtlich interessiert es niemanden, wie lange wir tatsächlich hier waren und ob wir auch schon für so viele Tage bezahlt haben … wir sehen es als kleines Entgegenkommen an uns, denn die Preise der Campings im Park sind horrend 😉 …

Nun sind wir wieder in Kamanjab im Oppi-Koppi Camp und ruhen uns noch bis am Donnerstag von der anstrengenden letzten Woche aus 😉 … doch anstrengend bleibt es auch hier. An einem Abend werden wir spontan an den Tisch eines anderen Gastes eingeladen, welcher Geburtstag hat – nach interessanten und intensiven Gesprächen schaffen wir es dann nur noch knapp am selben Tag ins Bett 😉 …

Goodby, rafiki yetu! Kwaheri kwa sasa …

 

 

volle Distanz: 2299.19 km
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2 Kommentare

  1. Stefan Weber Stefan Weber
    20. März 2019    

    so klein ist die Welt Chris .Detlef u Kira habe ich in Windhock gesehen auf dem Campingplatz er war noch etwas ekelte von Flug
    hab kurz mit ihn gesprochen ich bin am 23,01,2019 wieder nach Hause geflogen u er ist mit LKW losgefahren
    wünsch noch eine schöne zeit in Namibia PS es ist ein schönes Land werde es wiedermal Besuchen

    • Penny & Armin Penny & Armin
      25. März 2019    

      Wir haben uns unterdessen nochmals mit Chris und Detlef getroffen und sie können sich an dich erinnern … wir wissen jedoch nicht, ob wir uns kennen?

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