Neues Jahr – neue Reisen
29.12.2025 – 15.03.2026
Südafrika – Mozambik – Südafrika – Namibia
Das Jahr 2025 geht ruhig und gemütlich zu Ende.
An Silvester sind wir von Seline und Ueli nach Southbroom eingeladen. Zusammen mit ihren Nachbarn haben sie ein kleines Fest im Bowling Club organisiert. Da wir nicht in der Nacht des Jahreswechsels nach Serenity zurückfahren möchten (es ist nicht sehr weit, aber auch hier ist die Polizei scharf darauf, diejenigen zu büssen, welche zu tief ins Glas geschaut haben 😉 ), nehmen wir MANni mit und schlafen gleich dort.
In Serenity Hills leben nicht nur Menschen, auch Tiere hat es einige. Buschböcke und kleine Duiker, Mangusten und Warane, sogar ein junger Caracal streift herum – und dann hat es natürlich viele Vögel.
An einem Morgen entdeckt Armin einen kleineren Nilwaran, der irgendwie in das Abflussrohr auf unserem Vorplatz geraten ist. Nun ist der arme Kerl dort gefangen, sein Bauch ist zu dick, dass er durch das Gitter klettern könnte. Immer wieder schaut er mit dem Kopf heraus, mal nur ein Vorderfuss, mal beide auf dem Rand. Als er nach drei Tagen immer noch dort steckt, nehmen wir das Gitter heraus (wobei er uns aus dem Dunkeln laut anfaucht) – und siehe da, schon nach einer halben Stunde klettert er heraus, lässt sich gemütlich am Rand des Ablaufs nieder und verschwindet dann plötzlich im Wald 😀 !
Kleineres Getier kommt auch immer wieder ins Haus, so zum Beispiel verschiedene Spinnen, Skorpione, Gottesanbeterinnen, Mücken und auch mal ein Gecko.
Am 5. Januar bringen wir MANni in die nahe gelegene MAN Garage. Dort werden die Keilriemen ersetzt und noch weitere kleinere Wartungsarbeiten durchgeführt. Jetzt sollte alles wieder in Ordnung sein, so dass wir dann Anfangs Februar nach Mozambik fahren können – das Jahr in der Zollunion ist wieder mal um und das Carnet muss gewechselt werden – alle Jahre wieder …
Zum Jahresbeginn erhalten wir Besuch: unsere Freundin Michaela aus Deutschland kommt auf dem Weg nach Namibia für ein paar Tage zu uns. Wir machen kleinere Ausflüge mit ihr, geniessen auch mal einfach gemeinsam unser Zuhause – und da Michaela eine Frau der Tat ist, beginnen wir beide unsere Stühle und Tische auf dem Balkon zu streichen. Nochmals vielen Dank für die tatkräftige Unterstützung und den Anstupf, es endlich in Angriff zu nehmen 😉 – bis Ende Monat habe ich dann tatsächlich alles fertig gestrichen 😀 ! Wir haben die wenigen Tage mit ihr sehr genossen.
Nachdem der Besuch nach Namibia weitergeflogen ist, muss auch der Land Cruiser in die Garage – nach Rücksprache mit dem «Head Office» in Johannesburg weiss 4×4 Mega World in Hillcrest immer noch nicht, was mit dem Kompressor nicht stimmt. Als wir losfahren bemerkt Armin, dass eine Leuchte am Armaturenbrett anzeigt, dass eine Tür nicht richtig geschlossen ist. Auch nachdem wir alle Türen mehrmals kontrolliert haben, leuchtet die Lampe immer noch – und wir können das Auto nicht mehr mit der Fernbedienung verriegeln … was ist den das schon wieder? Da wir immer noch mit dem Schlüssel abschliessen können, fahren wir trotzdem los – der Termin bei 4×4 Mega World steht und da ich am Samstag den bekannten Farmers and Craft Market in Shongweni besuchen möchten, haben wir auch schon ein Zimmer gebucht und bezahlt …
Der Kompressor wird ausgebaut und nach Johannesburg zur Kontrolle geschickt – mal schauen, ob etwas gefunden wird. Nun müssen wir im April, wenn wir wieder hier sind, nochmals dahin, damit er wieder eingebaut werden kann … ob derselbe oder ein neuer, wird sich zeigen …
Auf jeden Fall werde ich versuchen, den Termin mit dem bei den Home Affairs in Durben zusammenzulegen – wir haben uns entschieden, das Permanent Resident Permit für Südafrika zu beantragen und müssen die benötigten Dokumente dort persönlich abgeben.
Der Markt in Shongweni ist gross und von Handgemachtem bis zu Kitsch «Made in China» kann man(n) alles kaufen … Armin «verliebt» sich in ein grosses Fell von einem Nguni-Rind, welches nun darauf wartet, irgendwo einen Boden zu schmücken 😉 …
Ausserdem ist ein Teil des Marktes den kulinarischen Genüssen gewidmet – über Backwaren, Griechisch, Türkisch, Indisch, Deutsch und wer weiss nicht was für andere Länderküchen, süss, salzig oder scharf kann gewählt werden ..
Zurück zu unserm Problem mit der Verriegelung des Land Cruiser: wieder in Margate, gehen wir zu unserem Toyota Händler in Shelly Beach. Hier zeigt sich, dass der Fehler bei einem Kabelbrand liegt, welcher den Druckschalter der Fahrertüre lahmgelegt und zu der Störung geführt hat! Wie sich herausstellt, hatten wir grosses Glück, dass das Auto nicht abgefackelt wurde 😮 …
Natürlich versucht Armin, die Ursache dafür zu finden – denn wie uns der Werkstattchef versichert, hatten sie noch nie ein solches Problem bei einem Land Cruiser … ausserdem kritisiert er, wie dilettantenhaft und unprofessionell der (nun ausgebaute) Kompressor verdrahtet und angeschlossen wurde – und mit welchem Kraftaufwand die Halterung des Beifahrersitzes verwürgt wurde … all das fördert nicht eben unser Vertrauen in die Werkstatt in Hillcrest. Wie sich nach dem Studium der Einbauanleitung im Internet herausstellt, wurden einige wichtige Punkte nicht berücksichtigt … natürlich weist die Werkstatt in Hillcrest eine Schuldzuweisung vehement zurück … sicher ist, dass wir sie im April nochmals auf den mangelhaften Einbau hinweisen werden und Armin genau kontrollieren wird …
So – MANni ist wieder flott, das Buschtaxi ist soweit auch wieder flott – nun können wir uns darauf konzentrieren, was alles wieder eingepackt werden muss, so dass wir gut gerüstet sind für eine (schon längst fällige) neue Reise …
Am Mittwoch, 04. Februar, geht es los in Richtung Norden – Ponta do Ouro, gleich nach der Grenze zu Mosambik, ist wieder unser Ziel. Dieses Mal bleiben wir nur für zwei Nächte, das reicht, dass MANni die Zollunion verlassen hat sowie das alte Carnet aus- und das neue eingestempelt ist …
Am 07. Februar sind wir wieder zurück in Südafrika und es geht auf ziemlich direktem Weg in Richtung Namibia. Wir möchten möglichst auf Landstrassen unterwegs sein – wir haben Zeit, denn unser Visum für Namibia, welches wir nach mehreren Versuchen dann doch noch online bestellen konnten, ist erst ab dem 15. gültig …
Unsere erste Nacht auf dem Weg verbringen wir auf einem Campingplatz in der Nähe von Vryheid, am Bivane Dam. Schön ist es hier am See, ruhig, und nicht nur im sauberen Pool, auch im See kann gebadet werden 😀 … Es ist Samstag, wir sind nicht in Eile – wir bleiben bis am Dienstag an diesem wunderschönen Ort, schwimmen, lesen, geniessen …
Leider wird die Idylle etwas getrübt, als Armin bemerkt, dass MANni irgendwo im System Luft verliert – hoffen wir, dass es nicht zu schlimm ist und wir noch von hier wegfahren können …
Nach einigen «Rettungsversuchen», wie Schläge auf den vermuteten Verursacher (ein Überdruckventil, welches nicht mehr ganz zu schliessen scheint), kann wieder genug Druck aufgebaut werden, so dass wir weiterfahren können …
Zur Sicherheit beschliessen wir, unsere geplante Route zu ändern und in die nächst gelegene MAN Garage zu fahren. Die befindet sich in Harrismith, gut 300 Kilometer weiter Südwestlich und abseits unserer Route. Unterwegs ist, dem vielen Regen geschuldet, eine Verbindungspiste gesperrt und die Umleitung führt uns über eine kleine, schmale, miese Piste … und dort beginnt es unter meinen Füssen laut zu tönen, Metall auf Metall, und ich spüre auch etwas da unten … nach einer Inspektion stellt Armin fest, dass sich die rechte Kabinenhalterung löst, der Bolzen beginnt herauszurutschen 😮 !
Irgendwie scheint irgendwo bei unseren Fahrzeugen momentan der Wurm drin zu sein …
Wir schaffen es unter Qualen bis nach Harrismith in die Werkstatt – nur leider kann uns dort nicht geholfen werden! Eine Vorrichtung, um die Kabine anzuheben, fehlt, genau so, wie die benötigten Ersatzteile … die müssten aus Johannesburg geliefert werden … uns wird empfohlen, direkt zu MAN in Johannesburg zu fahren, denn dort sind sie besser eingerichtet und das Ersatzteillager ist ganz in der Nähe – also nochmals eine Routenänderung …
Der nette Werkstattleiter in Harrismith meldet uns auch noch gleich in Johannesburg an, so dass wir möglichst wenig Zeit verlieren …
Also wieder einsteigen, es geht weiter – dieses Mal, zur Sicherheit (keine unnötigen Schlaglöcher und miese Strassen) und um Zeit zu sparen, nehmen wir die Autobahn. Kurz vor Johannesburg, bei Heidelberg, es ist unterdessen früher Abend und es war ein extrem langer Fahrtag, nehmen wir die Ausfahrt und stellen uns auf den schönen Campingplatz bei der Sionbergh Farm.
Am nächsten Morgen stellt sich bei der Inspektion heraus, dass ein Bolzen der Kabinenhalterung gebrochen und die rechte Halterung total verbogen ist … ausserdem ist auch noch ein Bolzen der Motorenhalterung gebrochen, und auch die Gummilager und Schlitzbuchsen der vorderen Federn müssen ersetzt, die Keilriemen kontrolliert werden … na ja, wenn wir schon da sind, lassen wir auch gleich einen grossen Service machen – der wäre eh bald fällig …
Wir durften in anderen MAN Werstätten auch schon im MANni schlafen – hier dürfen wir das auch. Damit wir im Notfall die verschlossene Werkstatt verlassen können, wird die Tür zu den Büros offen gelassen und wir kriegen den Schlüssel zur Eingangstüre … so viel Vertrauen ist nicht selbstverständlich 😀 !
Von Mittwoch Morgen bis Samstag Morgen stehen wir hier. An zwei Tagen bestellen wir uns ein Uber – einmal geht es lekker Mittagessen in einem Portugisischen Restaurant, das andere Mal geht es ins Montecasino, «klein Italy» in Johannesburg. Dieser Komplex ist wie eine Italienische Kleinstadt aufgebaut – die Häuser sehen wirklich wie in Italien aus, ebenso die Gassen, inklusive Wäscheleine quer darüber gespannt, die Decke ist wie ein Sommerhimmel angestrichen und es hat einige Geschäfte und viele Restaurants – darunter Fast Food Ketten, aber auch «richtige» Lokale … es hat Kinos, und, wie der Name schon verrät, ist es gleichzeitig auch ein grosses Casino.
In diesen Tagen ist es in Johannesburg sehr heiss und es ist angenehm, im klimatisierten Montecasino herumzuschlendern … leider macht mir schon seit ein paar Wochen mein linkes Knie Probleme und es zeichnet sich immer mehr ab, dass auch hier die Arthrose zugeschlagen hat … so muss ich immer wieder eine Pause einlegen und mich hinsetzen 😞 .
Da wir schon in «Italien» sind, darf zum Mittagessen etwas Südländisches auf dem Teller nicht fehlen – trotz der Hitze natürlich draussen 😀 – wenn schon, denn schon !
Endlich, am Samstag, 14. Februar, können wir den Weg nach Namibia wieder unter die Räder nehmen 😀 . Hoffen wir, dass das der letzte Werkstattbesuch für dieses Jahr war …
Samstag und Sonntag sind lange Tage «on the road» – zuerst von Johannesburg nach Kuruman, ca. 550 Kilometer. Etwas ausserhalb der Ortschaft stellen wir uns auf den Camping der Red Sands Country Lodge. Da es Valentinstag ist, wird unter den Gästen, welche hier essen, ein Gutschein über 50% der heutigen Konsumation verlost – wir sind die Glücklichen, welche ihn gewinnen 😀 !
Von Kuruman geht es weiter nach Grünau in Namibia, nochmals knapp 600 Kilometer … dazwischen noch der Grenzübergang, nicht schwierig, aber zeitraubend …
Etwas ausserhalb von Grünau fahren wir, wieder einmal, zur White House Guest Farm – nach einem erfrischendem Bad im erstaunlich kühlen Pool stellen wir uns hin und pünktlich um 19:00 Uhr wird das bei der Ankunft bestellte Nachtessen geliefert – lekker Lammschulter mit Beilagen, Salat und Dessert 😀 !
Auch den nächsten Tag verbringen wir «op pad» – nochmals gut 600 Kilometer bis zum Golfresort Omeya! In drei Tagen sind wir also um die 1800 Kilometer gefahren – und das mit dem LKW!
In Omeya, bei Irmela und Bruno, kommen wir wieder etwas zur Ruhe und wie immer, eine liebe Tradition, gibt es an einem Abend eines unserer mitgebrachten Käsefondue 😀 – mmmmhhh!
Am Mittwoch verabschieden wir uns von unseren Freunden – vielen Dank und wir sehen uns im März noch einmal.
Wir fahren nicht direkt zu unserem nächsten Ziel, Elisenheim, sondern nehmen die Gravelpad in Richtung Auas Safari Lodge und dann weiter auf Teer an Hohewarte vorbei in Richtung B6, welche von Windhoek zum Flughafen und nach Botswana führt. Wir möchten noch Ellen und Vincent vom Safari Car Rental einen Besuch abstatten und vielleicht noch mit Kimi, der Tochter von Manfred Gorn, wo wir MANni einstellen werden, sehen.
Leider sind Ellen und Vincent gerade in Richtung Windhoek weggefahren und Kimi arbeitet nicht mehr dort …
Also auf nach Elisenheim, wo wir dieses Mal nur für zwei Nächte bleiben. Aber ich kann wieder einmal in MANni für etwas mehr Sauberkeit sorgen und die angestaute Wäsche inklusive Bettwäsche in die Laundry geben 😀 .
Schon als Michaela uns in Margate besucht hat, haben wir ausgemacht, dass wir uns hier in Namibia treffen. Wir haben vor Kurzem beschlossen, dass wir sie und ihren neuen Freund, der sie für zwei Wochen besucht, auf Weaver’s Rock bei Otjiwarongo treffen (hierbei handelt es sich um unser Nachbar aus dem Wallis – wie sie sich gefunden haben, ist eine andere Geschichte, beide meinen jedoch, dass wir «schuld» sind … 😉 ),. Ausserdem sind auch noch Freunde von ihr aus Swakopmund da und wir verbringen alle zusammen ein schönes und gemütliches Wochenende.
Nur der Braai am Samstag Abend fällt – wortwörtlich – ins Wasser … kaum ist die Glut bereit zum braaien, fallen die ersten dicken Tropfen und schon bald tobt ein Gewitter über unseren Köpfen – zum Glück ist der alte Pferdestall, nun zu einem Gemeinschaftsraum umgebaut, gleich nebenan und so können wir dann doch noch im Trockenen essen …
Michaela und Daniel fahren zurück auf die Farm, wo Michaela ihr Haus hat, Claudia und Herrmann gehen ebenfalls nach Hause und wir … nehmen die Pad über Omaruru nach Swakopmund unter die Räder. Auch heute ist es ein langer Weg und nur die Mittagsrast bei Aldo in Omaruru unterbricht die Fahrt …
Schon länger sind wir in Kontakt mit Chris und Detlef und da sie momentan in Swakopmund sind, haben wir entschieden, sie hier zu treffen. Wie immer geht es zur Alten Brücke, wo dieses Mal nicht nur unsere beiden LKW stehen, sondern noch weitere …
Wie immer, wenn wir hier sind, gehen wir mal am Abend im Old Steamer essen, fahren mit den Fahrrädern in’s Städtchen, essen bei Gabriele’s die beste Pizza in Afrika, kaufen in der Metzgerei lekker Wild- und Rauchfleisch … und am Dienstag treffen wir Michaela und Daniel nochmals. Sie verbringen den Tag hier in Swakopmund, bevor Daniel am Donnerstag und Michaela ein paar Tage später nach Europa zurück fliegt.
Schon seit ein paar Tagen ist uns aufgefallen, dass ein Keilriemen am Morgen, wenn es noch kalt ist, quitscht – also zu Namib Campers, da wollten wir eh noch hin. Stefan nennt uns eine Werkstatt, wo wir das kontrollieren lassen können. Jedoch – warum in die Werkstatt, das kann Armin auch selber machen … also zurück zur Alten Brücke – wir haben Glück, «unser» Platz ist noch frei … Führerkabine ausräumen, Reservereifen und Kuhfänger lösen, herunterkippen und mit einem Balken unterstellen, Kabine kippen, in den Overall schlüpfen – nur um zu merken, dass alle Keilriemen gut gespannt sind und keiner Nachspannung benötigen …??? Na ja, also das ganze Prozedere wieder zurück, alles scheinbar in Ordnung. Leider merken wir am nächsten Morgen (und auch an allen weiteren Morgen), dass immer noch ein Keilriemen quitscht (es muss der von der Klimaanlage sein) … so lange es nur am Morgen kurz tönt, lassen wir dass momentan eben so … wenn wir in Windheok sind, kann das immer noch beim Namib Truck Center (nochmals) kontrolliert werden.
Wie im Norden von Südafrika regnet es auch im Norden von Namibia dieses Jahr viel. Im Etosha Nationalpark soll es richtig nass sein … macht also keinen Sinn, dorthin zu fahren. Wenn alles grün ist, das Gras hoch steht und die Bäume Blätter tragen, sieht man eh wenig Tiere – andererseits könnte es viele Jungtiere haben, das Wasser- und Futternagebot ist gross …
Vielleicht nicht in die Etosha, aber ins Oppi Koppi in Kamanjab, zu Marianne und Vital, möchten wir schon. Dort soll es in den nächsten Tagen trocken sein … über den Skeleton Coast Park fahren wir der Küste entlang nach Norden und verbringen die Nacht kurz vor dem Gate des Parks am Strand. Trotz der Trockenheit hat es auch hier Tiere – am Morgen trottet ganz entspannt ein Schabrakenschakal vorbei …
Die nächste Nacht machen wir nochmals ein Wild Camp – dieses Mal bei der schon oft besuchten und von uns genannten «Rhino Oase» kurz nach dem Skeleton Park. Bei unseren letzten Besuchen hier haben wir nie mehr ein Rhino gehört – heute, am späteren Abend – ein für diese Tiere typisches, hohes Quiken … nur einmal, aber eindeutig 😀 ! Sehen können wir das Tier aber nicht …
Am nächsten Tag geht es über staubige Pads nach Palmwag und von dort über den Grootberg Pass nach Kamanjab.
Wir bleiben dieses Mal nur für zwei Nächte hier, denn laut Wetterbericht soll es auch in der Etosha in den folgenden Tagen soweit trocken sein und ein grüner Park hat auch seinen Reiz …leider sehen wir dieses Mal weder Marianne noch Vital …
Wie wir gehört haben, werden die Fahrzeuge beim Galton Gate im Westen des Parks, der am nächsten zu Kamanjab liegt, genau kontrolliert – somit entschliessen wir uns, im Süden, beim Anderson Gate, in den Park zu fahren.
Wie schon im November 2024 übernachten wir wenige Kilometer vor dem Gate im Etosha Village. Da es heute heiss ist, verbringen wir einen grossen Teil des Nachmittags am und im Pool, den wir ganz für uns alleine haben – herrlich 😀 !
Relativ früh sind wir am Dienstag, 03. März, am Gate. Wir haben geplant, dieses Mal nur für zwei Tage auf Game drive zu gehen und im Halali Restcamp im Park zu übernachten – überteuert und nicht eben schön, aber praktisch. Am frühen Abend erwischt uns hier ein Gewitter, kurz und heftig, danach kommt die untergehende Sonne wieder zum Vorschein 😀 . Und ich rette noch eine kleine Eule, welche irgendwie in einen der Abfallcontainer (der einzige ohne Deckel) neben uns gefallen ist und nicht mehr herauskommt. Immer wieder schlägt er mit den Flügeln an die Seitenwände …
In den beiden Tage hier sehen wir doch erstaunlich viele Tiere, besonders am ersten Tag: Zebras, Impalas, Springböcke, ein Nashorn, einige Giraffen, Gnus, Schakale, sehr viele Riesentrappen (welche wir sonst eher selten gesehen haben), Sekretärvögel, jedoch keine Raubkatzen und keine Elefanten 😞 . Dafür ist das Gras einfach zu hoch und die Bäume zu dicht belaubt.
Was wir aber sehen dürfen, ist ein Teil der Etoshapfanne mit Wasser bedeckt – ein surrealer Anblick. Dies, weil wir die Pad nach Norden, entlang der Salzpfanne zum King Natale Gate nehmen und man hier ganz nah neben eben dieser fahren kann – schön 😀 !
Im Verlauf des Nachmittags sind wir dann in Tsumeb, wo wir uns auf einem Platz im Kupferquelle Resort hinstellen.
Während der Nacht hat uns der Regen wieder eingeholt und am nächsten Morgen ist es kühl, trüb und feucht. Stört uns nicht gross, denn wir sind unterwegs nach Omaruru und das Wetter bessert sich zusehends auf dem Weg nach Südwesten.
In Omaruru gehen wir zu Lilly und Kallie auf ihre Farm Ongovia. Hier treffen wir auch wieder Chris und Detlef, welche hier ein kleines Haus gemietet haben. Wir verbringen schöne und unterhaltsame Stunden zusammen, lassen Chris und Detlef aber auch immer mal ihre Siebensachen sortieren und packen – für sie geht es in wenigen Tagen zurück nach Deutschland.
Am Sonntag, unserem letzten Tag auf der Farm, sind wir bei Lilly und Kallie eingeladen. Kallie holt uns ab und nimmt uns auf eine kleine Farmrundfahrt mit. Wir sehen auch hier fast keine ihrer Wildtiere – lediglich eine Giraffe sichten wir im üppigen Grün.
Da wir MANni am 30. März in Windhoek einstellen, bleibt auch uns nicht mehr allzu viel Zeit. Es macht für uns keinen Sinn, sinnlos in den tiefen Süden oder in den nassen Norden des Landes zu fahren. Also geht es erst mal zurück nach Windhoek, ins Urban Camp, wo wir Chris und Detlef ein weiteres Mal treffen. Sie sind hier um noch die letzten Vorbereitungen zu treffen, bevor sie am Donnerstag nach Hause fliegen.
Für uns ist der Aufenthalt hier – nochmals! – mit Werkstattbesuchen verbunden – Armin hat entdeckt, dass sich irgend ein Luftschlauch an der Kardanwelle schabt und schon deutliche Spuren aufweist. Ausserdem laufen die vorderen Reifen ganz komisch ab, die Spur muss dringend eingestellt werden.
So stehen wir am Montagmittag bei Kai beim Namib Truck Center. Hier werden mal die vorderen und hinteren Räder getauscht und das angeschabte Teil des Schlauchs wird ersetzt (wie sich herausstellt, ist es der Schlauch für die Kupplung 😮 ) . Da es scheint, dass die Gummipuffer zwischen den Federn zu dünn sind, müssen die noch «aufgestockt» werden …
Somit sind wir am nächsten Morgen wieder bei Kai, wo alles erledigt wird und MANni noch eine dringend nötige Wäsche bekommt 😀 . (Wie sich herausstellt, wäre es mit riesigem Aufwand verbunden, die Gummipuffer zu ändern – wir lassen es sein, denn nun hat es Platz zwischen Schlauch und Kardanwelle …) So, hoffentlich war das nun wirklich das letzte Mal Werkstatt!
Nach einem «Ruhetag» im Urban Camp verlassen auch wir die Hauptstadt am Donnerstag – wir werden nochmals für ein paar Tage an die Küste fahren, bevor es wiederum in Richtung Windhoek, respektive Elisenheim gehen soll, wo wir MANni aus das Einstellen vorbereiten möchten und unsere Sachen packen, welche nach Margate mitkommen sollen / müssen. Denn, wie auch schon angedeutet – wir fliegen Ende März nicht direkt in die Schweiz, sondern nochmals für drei Wochen an die South Coast, damit wir die in der Zwischenzeit gemachten Arbeiten am Haus kontrollieren können.
Unterwegs nach Swakopmund stellen wir uns am Nachmittag neben die Pad des Remhoogte Pass und verbringen eine ruhige Nacht – ohne Lichtverschmutzung ist der Sternenhimmel hier unglaublich 😀 !
Via Solitaire und den Kuiseb Canyon geht es in Richtung Küste. Es ist zu vermuten (da es auf Ostern zugeht, viele Südafrikaner das Land unsicher machen und auch mehr Touristen unterwegs sind), dass die Alte Brücke schnell ausgebucht ist. So machen wir vorsichtshalber eine Buchung von Samstag bis Dienstag, also vom nächsten Tag an. Denn – eigentlich wollten wir nochmals ein Wildcamp beim Vogelfederberg einschieben – zu unserem Leidwesen ist nun die ganze Umgebung des Felsens abgesperrt, man kommt nur noch zu den drei «Campsites» auf der Rückseite. Ausserdem ist es hier heiss, sehr heiss … das Thermometer am Armaturenbrett zeigt bis zu 42 Grad!
Also weiter zur Küste … vielleicht können wir uns da irgendwo an einem Fischerplatz hinstellen? Leider sind die alle nahe an der Küstenstrasse und nicht eben einladend, um zu übernachten …
Wir fahren dann doch noch zur Alten Brücke, um zu versuchen, schon heute den gebuchten Platz zu erhalten – und siehe da, es klappt 😀 !
Nun geniessen wir die Tage hier, erfreuen uns am schönen, warmen Wetter, laden die Fahrräder aus, um in die Stadt zu fahren, das Innere vom MANni wird geputzt, die Bettwäsche gewechselt und in die Laundry gegeben, auch die schmutzigen Kleider wandern dorthin, wir treffen Bekannte, laden Fotos vom Fotoapparat und von den Handys herunter, tippen diese Zeilen in die Tastatur …
Usale kahle mngani wethu! Sobonana ngokuzayo …
(Zulu für: «Auf Wiedersehen, unsere Freunde! Bis zum nächsten Mal» …)

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