Weltreise

Jahresrückblick 2016

Alle Jahre wieder …

Und wieder ist ein Jahr schon fast vorüber – obwohl der letzte Jahreswechsel gefühlsmässig einerseits schon ewig her ist, andererseits erst gerade Gestern war… Auf jeden Fall ist es Zeit für unseren letzten Jahresbrief in dieser Form. In Zukunft werden wir unsere Erlebnisse und Eindrücke in unregelmässigen Abständen auf unserer Webseite veröffentlichen und nicht mehr alles zum Jahresende in einen Brief packen.

Das Jahr 2016 war wiederum abwechslungsreich und intensiv, es gab schöne, lustige, aber auch traurige Ereignisse und nachdenklich machende Erlebnisse.

Schon im Januar erreichte uns die traurige Nachricht, dass unser erst vorletztes Jahr an einem Hirntumor erkrankte Freund im Spital in Scuol gestorben ist. Für ihn sicher eine Erlösung, für das Umfeld schwer zu begreifen. Leb wohl, Martin, wir vergessen dich nicht!

Wie das Ende des letzten Jahres war der Beginn dieses Jahres vom Pächterwechsel im Palazzo Salis in Soglio bestimmt und gestaltete sich anstrengender und langwieriger als wir es uns gedacht hätten. Es war alles andere als einfach und hat Penny so einiges an Kopfzerbrechen und schlaflose Nächte beschert. Sie musste wiederum einige Male ins Bergell fahren, um vor Ort zu organisieren, bevor die Übergabe an die neuen Pächter über die Bühne gehen konnte. Und da das Gebäude im Winter nicht geheizt ist und einige geplante oder ungeplante Neuerungen vor Ort angeschaut sowie in stundenlangen Sitzungen besprochen resp. ausdiskutiert werden mussten, war sie froh, den Frühling ohne Erfrierungen begrüssen zu können ;-).

Parallel zu dieser Herausforderung hat sie die Ausstellung ihres Grossonkels, dem Kunstmaler Carl von Salis (für Eingeweihte: ja genau, der Kilimanjaro-Onkel!), welche im Hotel Chesa Salis in Bever stattfindet, organisiert und kuratiert. Wer hat überhaupt eines oder mehrere Gemälde dieses Künstlers in seinem/ihrem Besitz, welche er oder sie hoffentlich bereit ist, uns für diese doch eher „private“ Ausstellung zur Verfügung zu stellen? Briefe wurden verschickt, Telefonate gemacht. Glücklicherweise waren  fast alle Personen, welche angefragt wurden, bereit, eines oder auch mehrere Gemälde oder Aquarelle als Leihgabe an die Ausstellung zu geben. Dann musste ein Vertrag ausgearbeitet sowie der Transport organisiert resp. selber durchgeführt werden. Und da eine Ausstellung erst mit einem Katalog komplett ist, musste auch dieser noch zusammengestellt werden, inkl. einer Kurzbiografie des Künstlers, Fotos usw. …

Langeweile kann hier gar nicht aufkommen!

VernissageDie Vernissage fand im Juni, eineWochenach Saisoneröffnung  des Hotels statt und auch hier wurde von der Organisatorin natürlich eine kleine Rede erwartet … Gut, war der Grossonkel mal auf grosser Reise und hat der Nachwelt einige Briefe hinterlassen, welche in einer so bildlichen und witzigen Sprache abgefasst sind, dass es immer wieder zu verschiedenen Situationen und Anlässen passende Passagen hat, welche vorgelesen werden können!

Gemälde CvS_webWie sich im Verlauf des Sommers zeigte, ist die Ausstellung ein voller Erfolg. Viele Gäste pilgern extra deswegen nach Bever. Einige kennen den Künstler und seine Werke schon, für andere sind die gezeigten Bilder, dieser winzige Ausschnitt seines Schaffens, und der in weiten Kunstkreisen Unbekannte eine Entdeckung! Einige der Besucher meldeten sich bei Penny und durchwegs alle sind begeistert. Die ganze Arbeit und die Fahrerei ins Engadin, auch wenn es oft mit Soglio verbunden wurde, haben sich also gelohnt.

Übrigens: die Ausstellung wird auch noch während der Wintersaison 2016/17 zu sehen sein. Wer in dieser Zeit im Engadin weilt und sich die Ausstellung ansieht: gerne möchten wir wissen, wie es gefallen hat.

Im März konnten wir MANni endlich wieder in Saalfelden abholen. Dieser ist nun mit neuen Wasserleitungen bestückt, so dass wir uns in Zukunft hoffentlich nicht mit möglichen Problemen mit undichten Leitungen herumschlagen müssen. Nun kann es wieder losgehen, wir sind alle drei bereit, miteinander die Strassen und Pisten, vorerst mal in Europa und Nordafrika, unsicher zu machen!

ElinaUnd wie im letzten Jahresbrief angekündigt, durften wir Mitte April ein neues Familienmitglied in die Arme schliessen: unsere Enkelin Elina Yael ist da. Herzlich willkommen,“ chlini Bohne“! Im August und nun wieder seit Ende November ist sie zusammen mit Joel jeden Donnerstag hier in Aeugst, wo die Beiden ihr Omami ordentlich auf Trab halten!Joel

Ende April fand dann die Neueröffnung des Hotel Palazzo Salis in Soglio statt. Wir waren damals zuversichtlich, dass nun wenigstens hier etwas Ruhe einkehren würde. Dass dem nicht so ist, zeigte sich schon bald. In regelmässigen Abständen wurde und wird gemeldet, was noch gemacht, repariert oder geändert werden sollte. Es gab viele Diskussionen und Penny war  froh, als sie Mitte Jahr ihren ehrenamtlichen, zeit- und nervenfressenden  Job als Verantwortliche an ihre Nachfolgerin übergeben konnte. Auf Grund der geplanten Reise wird es ihr in Zukunft sowieso nicht mehr möglich sein, die Geschäfte zu erledigen. Traurig ist sie nicht wirklich darüber, wurde das Verhältnis zu den Pächtern doch in den letzten Monaten ihres Amtes arg strapaziert.

PiemontIn dieser anstrengenden Zeit gab es aber auch Erfreuliches: der Bruder von Penny hatte Anfangs Mai einige Tage im Piemontorganisiert, wo auch die grosse Schwester aus England dabei sein konnte. DIE Gelegenheit, sie wieder einmal zu sehen. Und so unglaublich es tönt: es war das erste Mal, seit wir nicht mehr Kinder sind, dass wir alle drei zusammen ein paar Tage Ferien verbracht haben! Wir waren natürlich mit MANni  mit von der Partie und dieser war, wie überall, auch hier der unangefochtene „Star“ ;-). Und dank unserer Ausrüstung konnten wir sogar den Apéro auf dem Parkplatz vor MANni geniessen! Anschliessend an diesen „Familienausflug“ genossen wir beide noch ein paar Tage im frühlingshaft warmen Südfrankreich, bevor wir den Alltag wieder in Angriff genommen haben.

Auch dieses Jahr waren wir an der mittlerweile weltgrösste Offroad-Messe in Bad Kissingen anzutreffen, wo wir wiederum interessante und nette Leute kennen lernten, unverhofft alte Bekannte aus Aeugst trafen (!!!) und uns über Neuigkeiten und Nützliches informieren konnten.

Den Sommer genossen wir hauptsächlich hier in Aeugst. Es gab auch genug zu tun: die Vorbereitungen, das Planen und Organisieren für eine lange Abwesenheit braucht Zeit und Geduld. Es muss an SOOOO Vieles gedacht werden. Hier nur einige Beispiele: Versicherung, Krankenkasse, Bank, wer schaut zum Haus und zum Garten, sollen wir uns abmelden oder nicht, wie können wir die 2-jährige Vorführpflicht von MANni umgehen, wo und wann müssen wir welches Visum beantragen, Impfungen, etc., usw., …? Auch das Haus und der Garten wollten gepflegt werden. Zwischendurch gönnten wir uns ein ruhiges Wochenende in Ernen (endlich wieder ein Jahr, in dem wir unser Chalet öfter geniessen konnten, hurra!) oder mit MANni  irgendwo in der Schweiz oder im nahen Ausland.

Unsere Testreise im Herbst brauchte ebenfalls Vorbereitung und somit war es schneller MarokkoSeptember, als uns lieb sein konnte.  Am 9. September brachen wir in eine uns in vieler Hinsicht fremde Welt auf: Nordafrika, genauer Marokko, war das Ziel. Ohne Panne schaukelte uns MANni  über Frankreich und Spanien bis nach Marokko. Dort vom Norden bis in den Süden, über das Rifgebirge, den Mittleren Atlas, den Hohen Atlas und den Anti-Atlas und wieder zurück. Zum Schluss ging die Reise noch über Portugal und Frankreich wieder nach Hause. Es war traumhaft schön und wir konnten Vieles ausprobieren und Sicherheit in uns und MANni gewinnen. Wir sind überzeugt, dass wir mit diesem Fahrzeug und mit unserer Erfahrung gut gewappnet sind für die zukünftigen Abenteuer, die da kommen werden!

Diese grössere Reise hatten wir als Entscheidungsbasis für die erste grosse Etappe unserer Weltreise deklariert. Der Entscheid, wohin es gehen soll, war aber eigentlich schon lange davor gefällt worden. Wie dieser Entscheid ausgefallen ist, verraten wir in Kürze. Unsere Erlebnisse und Eindrücke auf dem Weg nach und in Marokko und wieder zurück sind aber schon unter www.swillis.ch nachzulesen.

Unterdessen, erst vier Wochen wieder zu Hause, hat uns der Alltag fest im Griff. Armin darf noch bis im Frühjahr arbeiten, Penny ist weiterhin mit Planen und Organisieren der Weltreise sowie Haushalt, Garten und Grosskindern beschäftigt. Besonders die Stunden, welche sie mit Joel und Elina verbringt, geniesst sie in vollen Zügen. Denn schon bald heisst es ja auch: „Auf Wiedersehen, wir sind bis auf Weiteres unterwegs!“. Geniessen wir also die intensive Zeit mit den beiden Kleinen!

Zum Schluss noch der kurze, versprochene Ausblick auf die erste grosse Etappe unserer geplanten Reise:

Ende Juni/Anfang Juli werden wir starten. Unser erstes Ziel heisst Afrika.  Wir möchten über Marokko, Mauretanien, Senegal, Mali, Burkina Faso, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Kamerun, Gabun, die beiden Kongo und Angola nach Namibia und Südafrika fahren, die gesamte Westroute. Wir hoffen, dass uns das gelingt, Alternativen werden nur im Notfall bewilligt ;-)!

Der Endspurt der Vorbereitungen, der Aufbruch, wie es uns unterwegs ergeht, was wir für Erlebnisse haben, ob wir es schaffen und wann wir dort ankommen wird wie bisher in unregelmässigen Abständen auf unserem Blog zu lesen sein.

Und da wir uns in vielen der oben genannten Länder mit dem schon längst halb vergessenen Schulfranzösisch verständigen müssen, passt dieser Weihnachts-Cartoon perfekt zum Thema.

Weihnachtsgruss

Wir wünschen euch allen schöne Festtage

(ob mit oder ohne La Metta und allem, was es sonst noch so gibt)  

und ein glückliches, gesundes sowie spannendes 2017!

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